Ganz gleich, welche Hunderasse man bevorzugt: Das Entzücken ist kleinen Welpen beim ersten öffentlichen Auftritt sicher. Von niedlichen Hundebabys sind Laien ebenso hingerissen wie Fachleute. Über die züchterische Qualität des Nachwuchses ist damit allerdings noch gar nichts gesagt. Denn: Zuchterfolg und Züchterglück sind nur bedingt planbar. Neben dem genetischen Coup, den passenden Rüden für die Hündin zu finden, braucht es auch nach der Paarung ein glückliches Händchen. Der Ernährung der trächtigen und später säugenden Hündin kommt dabei eine entscheidende Rolle zu.
Unterschiedliche Bedürfnisse in verschiedenen Phasen
Während der Trächtigkeit, aber auch während der Säugephase, muss die Hündin nicht nur den eigenen Körper mit Energie und Nährstoffen versorgen, sondern auch die heranwachsenden Welpen. Dabei verlaufen Trächtigkeit und Säugeperiode in verschiedenen Phasen, denen die Fütterung jeweils bedarfsgerecht angepasst werden sollte. Das geht schon vor der Trächtigkeit los: Die Qualität der Ernährung hat auch Einfluss auf die Fruchtbarkeit der Hündin. Bei Zuchthündinnen sollte zum Beispiel die tägliche Ration während der Hitze um zehn Prozent im Vergleich zum Erhaltungsbedarf gesteigert werden. So können mehr befruchtungsfähige Eier gebildet werden, und die Chance auf eine Trächtigkeit erhöht sich. Ist die Hündin trächtig, verändert sich ihr Nährstoff- und Energiebedarf zunächst nicht. Das liegt auch an einer Besonderheit des weiblichen Hundekörpers: Befruchtete Eier nisten sich nämlich nicht sofort, sondern erst nach zwei bis drei Wochen in die Gebärmutter ein.
Rasantes Welpenwachstum
Anders als die menschliche Schwangerschaft dauert die Trächtigkeit der Hündin gerade mal neun Wochen. Aber nicht nur die Dauer der Tragezeit unterscheidet sich – auch der Verlauf von Schwangerschaft der Frau und Trächtigkeit der Hündin ist ganz verschieden. In den ersten vier Wochen der Trächtigkeit ist das Wachstum – und damit auch der Energiebedarf - der Hundeföten eher gering. Für die Fütterung der Hündin bedeutet dies, dass bis zur fünften Trächtigkeitswoche kein erhöhter Energie- und Nährstoffbedarf besteht. Die Hündin kann also weiter mit der normalen Futterration gefüttert werden. Das ändert sich jedoch ab der fünften Woche: In den letzten vier Wochen der Trächtigkeit wachsen die Ungeborenen sehr schnell. Außerdem beginnt die Hündin, eigene Körperreserven für die Folgezeit aufzubauen. Das gilt sowohl der bevorstehenden Anstrengung der Geburt als auch der zehrenden Säugephase. Jetzt hat die werdende Hundemutter einen deutlich erhöhten Bedarf, zum Beispiel an hochwertigem Eiweiß, an Calcium und an Phosphor. Ab der vierten bis fünften Trächtigkeitswoche sollte die tägliche Futterration der Hündin daher um bis zu 40 Prozent gesteigert werden. Weil aber nicht nur der Proteinbedarf, sondern auch der Bedarf an allen andern Nährstoffen ansteigt, sind die Hündin und ihr ungeborener Nachwuchs sehr gut mit einer qualitativ hochwertigen Vollnahrung versorgt, wie sie zum Beispiel mit PRO PLAN Performance zur Verfügung steht.
Entlastung vor der Geburt
Im letzten Drittel der Trächtigkeit sollte die Fütterung schrittweise auf eine konzentrierte Vollnahrung wie PRO PLAN Performance oder PRO PLAN Puppy Original umgestellt werden. Als verantwortlicher Hundehalter kann man einiges dafür tun, der Hündin die Trächtigkeit und die Geburt möglichst zu erleichtern. So sollte man beispielsweise die tägliche Futterration gegen Ende der Trächtigkeit in bis zu drei einzelne Mahlzeiten aufteilen. Die Aufnahme des Futters fällt der Hündin, deren Gebärmutter sich zu diesem Zeitpunkt bereits stark ausgedehnt hat, auf diese Weise wesentlich leichter. Die jeweils geringeren Nahrungsmengen pro Mahlzeit entlasten die Verdauung. Gleichzeitig aber ist mit der konzentrierten Vollnahrung dafür gesorgt, dass die Hündin ihren erhöhten Energie- und Nährstoffbedarf decken kann. Dazu muss sie aber nicht zu große Mengen Futter auf einmal aufnehmen. Um die Hündin zu entlasten, sollte die Futtermenge ein bis zwei Tage vor dem Wurftermin noch einmal reduziert werden.
Stoffwechselwunder Milchproduktion
Mit der Geburt der Welpen ist für die Hündin noch keineswegs wieder der Normalzustand eingetreten. Denn was jetzt folgt, ist für den mütterlichen Organismus weiterhin Schwerstarbeit. Die Säugephase ist die Zeit eines echten Stoffwechselwunders. Durch die Milchproduktion steigt der Energie- und Nährstoffbedarf der Hündin je nach Anzahl der Welpen auf das bis zu Dreifache des Erhaltungsbedarfs. Die Natur hat diesen Prozess übrigens äußerst effizient eingerichtet. Die Hündin setzt die Nährstoffe zum einen in eine, bezogen auf ihr Körpergewicht, hohe Milchleistung um. Zum andern folgt daraus der hohe Energie- und Nährstoffgehalt der Hundemilch. Die liefert nämlich mehr als doppelt so viel Energie wie Kuhmilch. Abgesehen davon enthält sie viel mehr Protein, Fett, Calcium und Phosphor. Und da die Hündin nur das in Milch umwandeln kann, was sie zuvor zu fressen bekommen hat, kommt der Ernährung des Muttertieres eine Schlüsselfunktion für die Gesundheit der Welpen zu.
Welpenfutter – auch für die Mutter geeignet
Die werdende oder säugende Hundemutter kann statt auf die Vollnahrung für den Leistungshund, also etwa RPO PLAN Performance, auch auf ein Welpenfutter eingestellt werden. Und das hat gleich mehrere Vorteile. PRO PLAN Puppy Original zum Beispiel deckt zum einen den erhöhten Nährstoffbedarf der trächtigen oder säugenden Hündin. Zum andern stellt das Super-Premiumfutter sicher, dass die immunologische Lücke der Welpen überbrückt wird. Die entsteht bei den neu geborenen Hunden nach dem Absetzen der Muttermilch zwischen der dritten Woche und dem fünften Lebensmonat. Das Immunsystem der Jungen muss sich in dieser Zeit erst noch ausbilden. PRO PLAN Puppy Original, wie auch Puppy Large Athletic und Puppy Large Robust für Welpen großer Rassen, enthalten deshalb den OptiStart Wirkstoffkomplex. Dabei handelt es sich um eine besondere Rezeptur mit wertvollen essenziellen Nährstoffen, vor allem natürlichen Antikörpern. Für OptiStart werden diese Antikörper aus dem Kolostrum, der sogenannten Vor- oder Erstmilch von Kühen gewonnen. Die Welpen erhalten mit der Erstmilch ihrer Mutter ihren ersten Immunschutz, der aber mit der Zeit abnimmt. Werden sie nach dem Absetzen mit den PRO PLAN Junior Nahrungen mit OptiStart ernährt, hilft der Wirkstoffkomplex die Entwicklung des noch unreifen Immunsystems der Welpen zu beschleunigen und damit die immunologische Lücke zu überbrücken. Und die Hündin selbst kann durch die Fütterung mit PRO PLAN Puppy Original eine gehaltvolle Milch bilden, die den Welpen einen optimalen Start ins Leben ermöglicht.
Größe des Wurfes bestimmt Futtermenge
Während der Säugephase muss die Hündin – parallel zum Wachstum ihrer Welpen – bis etwa zur vierten Woche beständig mehr Milch bilden. Ihren Höhepunkt erreicht die Milchproduktion der Hündin dann, kurz bevor die Welpen ab der dritten bis vierten Woche beginnen, auch feste Nahrung aufzunehmen. Bis dahin muss also dafür gesorgt sein, dass das Muttertier ein Futter erhält, das nicht nur einen gesteigerten Nährstoffgehalt aufweist, sondern auch leicht verdaulich ist. Besonders wichtig sind jetzt Fette und hochwertiges Eiweiß, um ausreichend Milchfett und Milch mit hohem Proteingehalt für die Welpen bilden zu können. Aber auch die Gehalte von Mineralstoffen und Vitaminen sind von großer Bedeutung für die Welpen. Um wie viel die Futterrationen des Muttertieres gesteigert werden müssen, hängt vor allem von der Anzahl der Welpen ab. Denn je mehr Welpen die Hündin säugt, desto stärker wird die Milchproduktion angeregt – und der Nährstoffbedarf steigt entsprechend. Mit einer hochwertigen Vollnahrung kann der sicher abgedeckt und über die Futtermenge den Bedürfnissen angepasst werden. Damit die Hündin sowohl ihre eigene Leistungsfähigkeit erhält als auch den Welpen eine gesunde Entwicklung ermöglicht.